Hybride Fotografie

'Hybride Fotografie' bezieht sich auf einen Begriff aus der Biologie und bezeichnet die Verschmelzung verschiedenartiger Zellen. Die Arbeiten sind Hybriden in dem Sinne, dass sie Fotografie und malerische Mittel zu etwas Neuem verbinden, das nicht mehr eindeutig zuzuordnen ist. Die Bildvorlagen stammen ebenfalls aus unterschiedlichen Bereichen.


Es sind Fernsehbilder (screenshots), Fotos aus dem Internet und Fotos aus privaten Alben. Ihre Herkunft ist nicht mehr ersichtlich. Aus ihrem Zusammenhang herausgelöst, tritt die konkrete Bedeutung des einzelnen Bildes in den Hintergrund und regt statt dessen von den Vorbildern des Betrachters abhängige Interpretationsräume an.

Behandelt werden die Wechselbeziehungen von Fotografie und malerischen Oberflächen und die Frage stellt sich, inwieweit sich Aussage und Rezeption eines Fotos durch die malerische Bearbeitung ändern.

Durch diese selbst entwickelte, frescohafte Mischtechnik, wird fotografischen Abzügen eine haptische Ebene hinzugefügt und jedes Bild zum Original. Bei den benutzten Materialien handelt es sich um S/W Laserdrucke, reine Pigmente, Pastellkreiden, Gipsmilch und Öl. Die Haltbarkeit liegt laut Herstellern bei mehreren hundert Jahren.