Frequently Asked Questions (FAQ):
Um was geht es in Ihren Arbeiten?
Mich interessieren die Wechselbeziehungen von Fotografie
und malerischen Oberflächen. Also inwieweit sich Aussage und Rezeption
eines Fotos durch die malerische Bearbeitung ändern.
Beziehen Sie sich auf Vorläufer in der
Kunstgeschichte?
Unter anderem auf die ursprüngliche “Arte
Povera“ oder “Lacca Contrafatta“ aus dem norditalienischen
Raum des 18.Jhdts. Aus Kostengründen wurden dort damals die sogenannten
“Trumeau Veneziano“ mit Stichen von Landschaften, romantischen
Szenen, Tieren etc. beklebt, koloriert, übermalt und lackiert,
um sie den viel teureren original bemalten Möbeln so ähnlich
wie möglich zu machen.
Sind die Bilder Originale?
Ja, jedes Bild ist ein Original und es gibt es grundsätzlich
nur einmal.
Warum sind die Bilder unterteilt?
Das hat einen ästhetischen Grund. Mir gefällt
die Erinnerung an gefaltete Filmplakate oder Landkarten. Es gibt aber
auch einen strukturellen Vorteil: Die fragilen Papierbilder werden so
stabiler.
.Erklären Sie uns bitte Ihre Technik.
Es ist eine Mischtechnik, die ich entwickelt habe
um Oberflächen von fotografischen Abzügen eine haptische Ebene
hinzuzufügen. Ich benutze S/W Laserdrucke, reine Pigmente, Pastellkreiden,
Gipsmilch und Leinöl.
Und das hält?
Bestens. Nach Herstellerangaben der verwendeten Materialien
(z.B. Papier, Pigmente etc. ) mehrere hundert Jahre.
Fotografieren Sie die Bilder selbst?
Nicht nur. Ich suche generell nach Fotos, die das Potenzial
zur Mehrdeutigkeit haben. Das können Fernsehbilder sein, manche
finde ich im Internet und viele fotografiere ich selbst.
Warum hängen Sie Ihre Arbeiten ohne Rahmen auf?
Das Frescohafte der Oberflächen bleibt so besser
zu erkennen. Ein Effekt, der mir bei Ausstellungen wichtig ist. Zuhause
kann sich natürlich jeder die Arbeiten so rahmen wie es ihm gefällt.